Kennen Sie das?

Ein Kunde ruft an und fragt nach seiner Offerte vom letzten Monat. Die Offerte liegt als Word-Datei auf dem Laufwerk. Die letzte E-Mail dazu steckt im Outlook eines Kollegen, der heute frei hat. Und die Telefonnummer des neuen Ansprechpartners kennt nur die Sachbearbeiterin, weil sie sie auf einem Notizzettel hat.
So sieht der Alltag in vielen Schweizer KMU aus. Kundendaten sind verteilt: in Excel-Listen, in persönlichen Postfächern und in den Köpfen einzelner Mitarbeitender. Solange alle da sind, funktioniert das irgendwie. Doch sobald jemand in die Ferien geht, kündigt oder pensioniert wird, fehlt das Wissen.
Genau hier hilft ein CRM für KMU. In diesem Artikel erfahren Sie, was ein CRM ist, wann Excel nicht mehr reicht, worauf Sie als Schweizer Firma achten sollten und wie Sie ein CRM in fünf Schritten einführen.
Was ist ein CRM? Einfach erklärt
CRM steht für «Customer Relationship Management», auf Deutsch: Kundenbeziehungen verwalten. Ein CRM-System ist ein zentrales Programm, in dem alles zu Ihren Kunden an einem Ort liegt: Kontakte, Gespräche, E-Mails, Offerten, Aufträge und nächste Schritte.
Der Unterschied zu einer Adressliste: Ein CRM zeigt nicht nur, wer ein Kunde ist, sondern auch, was zuletzt passiert ist und was als Nächstes zu tun ist. Alle Mitarbeitenden sehen denselben Stand.
Excel als CRM: Wann es reicht und wann nicht mehr
Viele KMU starten mit Excel als CRM. Das ist am Anfang völlig in Ordnung. Bei wenigen Kunden und einer Person im Verkauf reicht eine gute Tabelle oft aus. Doch Excel ist eine Tabellenkalkulation, keine Kundendatenbank. Diese Warnzeichen zeigen, dass es Zeit für ein richtiges CRM-System ist:
- Es gibt mehrere Versionen derselben Liste. «Kunden_aktuell_final_v3.xlsx» kennt fast jedes Büro.
- Niemand weiss, wer zuletzt mit einem Kunden gesprochen hat. Die Infos stecken in persönlichen Postfächern.
- Offerten werden nicht nachgefasst. Es gibt keine Erinnerung, also geht es im Alltag unter.
- Auswertungen kosten Stunden. Wer wissen will, wie viele Offerten offen sind, muss zuerst Daten zusammensuchen.
- Das Wissen hängt an einzelnen Personen. Fällt jemand aus, fehlen Kundengeschichte und Kontakte.
- Daten werden doppelt erfasst. Dieselbe Adresse steht in Excel, in der Buchhaltung und im Mailprogramm.
Trifft mehr als die Hälfte davon auf Ihr Unternehmen zu, kostet Excel Sie mehr Zeit, als es spart.
Was ein CRM-System für KMU können muss
Ein KMU braucht kein Konzern-System mit hundert Funktionen. Es braucht ein CRM, das im Alltag hilft und das die Mitarbeitenden gerne nutzen:
- Kontakte und Firmen zentral verwalten, inklusive aller E-Mails, Anrufe und Notizen
- Verkaufschancen und Offerten verfolgen: Welche Offerte ist offen, wann wird nachgefasst?
- Aufgaben und Erinnerungen, damit kein Kunde vergessen geht
- Auswertungen auf Knopfdruck, zum Beispiel offene Offerten oder Umsatz pro Kunde
- Mobile Nutzung auf Handy und Tablet, für den Aussendienst
- Anbindung an Ihre bestehenden Programme, damit niemand Daten doppelt abtippt
- Automatisierung von Routinearbeit, etwa eine Erinnerung, wenn eine Offerte seit zwei Wochen offen ist
Worauf Schweizer KMU besonders achten sollten
Viele CRM-Ratgeber im Internet stammen aus Deutschland oder den USA. Für eine Schweizer Firma sind aber einige Punkte besonders wichtig:
- Datenschutz nach revDSG: Seit September 2023 gilt in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz. Klären Sie, wo die Daten gespeichert werden, wer darauf zugreifen kann und ob ein Vertrag zur Datenbearbeitung vorliegt.
- Anbindung an Schweizer Software: Ihr CRM sollte mit den Programmen sprechen, die Sie bereits nutzen, zum Beispiel Bexio, Abacus oder OPACC.
- Schweizer Eigenheiten: QR-Rechnung, Franken, mehrere Landessprachen und Schweizer Adressformate sollten ohne Umwege funktionieren.
- Ein Partner in der Schweiz: Ein lokaler Partner kennt Ihre Abläufe, schult Ihr Team auf Deutsch und hilft auch nach der Einführung weiter.
Schweizer CRM-Anbieter oder internationale Lösung?
Wer «Schweizer CRM-Anbieter» sucht, findet sowohl Schweizer Programme als auch internationale Plattformen wie Zoho, HubSpot oder Salesforce. Beide Wege können richtig sein. Schweizer Lösungen sind oft auf Kernfunktionen und Schweizer Buchhaltung zugeschnitten. Internationale Plattformen bieten meist mehr Funktionen aus einer Hand, etwa Marketing, Kundendienst und Buchhaltung, und wachsen mit, wenn neue Bereiche dazukommen. Den Datenstandort sollten Sie in beiden Fällen vorher prüfen.
Unser Tipp: Fragen Sie nicht zuerst «Welches ist das beste CRM für KMU?», sondern «Welche Abläufe wollen wir verbessern?». Die Antwort darauf führt fast automatisch zum passenden System.
Warum viele Schweizer KMU Zoho CRM wählen
Als Zoho-Partner in der Schweiz erleben wir, was Unternehmen an Zoho CRM besonders schätzen:
- Automatisierung: Workflows, E-Mail-Antworten und Erinnerungen reduzieren Routinearbeit in Verkauf, Marketing und Support.
- Alle Kanäle an einem Ort: E-Mail, Telefon, Social Media und Live-Chat laufen zusammen.
- Auswertungen in Echtzeit: Dashboards zeigen Verkaufszahlen und offene Offerten jederzeit aktuell.
- KI-Assistent Zia: erkennt Verkaufstrends und gibt Handlungsempfehlungen.
- Wächst mit: Zoho CRM ist Teil von Zoho One mit über 50 Anwendungen. Neue Bereiche kommen dazu, ohne das System zu wechseln.
- Mobile App: Der Aussendienst hat alle Kundendaten auch unterwegs dabei.
CRM einführen in 5 Schritten
- Ziele klären: Was soll besser werden? Zum Beispiel keine vergessenen Offerten mehr oder alle Kundendaten an einem Ort. Zwei bis drei klare Ziele reichen.
- Abläufe anschauen: Wie läuft heute eine Anfrage, eine Offerte, ein Auftrag? Erst danach wird das System eingerichtet, nicht umgekehrt.
- Einrichten und Daten übernehmen: Das CRM wird auf Ihre Abläufe angepasst. Daten aus Excel und Outlook werden bereinigt und übernommen, Anbindungen an Buchhaltung oder Onlineshop kommen dazu.
- Testen, schulen, starten: Ein kleines Team testet zuerst. Danach werden alle geschult, und das CRM geht in Betrieb.
- Begleiten und weiterentwickeln: Automatisierungen und Auswertungen kommen Schritt für Schritt dazu.
Die häufigsten Fehler bei der CRM-Einführung
- Zu viel auf einmal: Besser mit dem Verkauf starten als alle Abteilungen gleichzeitig umzustellen.
- Das Team nicht einbeziehen: Ein CRM lebt davon, dass alle es nutzen.
- Alte Daten ungeprüft übernehmen: Doppelte und veraltete Einträge gehören vor dem Umzug bereinigt.
- Keine Verantwortung festlegen: Jemand im Unternehmen sollte das CRM «besitzen».
- Nach dem Start aufhören: Der grösste Nutzen entsteht oft erst durch Automatisierungen in den Monaten danach.
Aus der Praxis
«Wir sind mit Zoho One sehr zufrieden. Unser Zoho Partner, die Multi-Concept Group AG, hat uns von der Konzeption, über die Implementierung, mit Schulungen und im laufenden Betrieb sehr kompetent, engagiert und flexibel begleitet.»
Pascal Denzler, CEO, AZMH
Häufige Fragen zum CRM für KMU
Was kostet ein CRM für ein KMU?
Das hängt von der Anzahl Nutzer, den benötigten Funktionen und dem Aufwand für Einrichtung und Anbindungen ab. Wichtiger als der Preis pro Nutzer ist die Frage, wie viel Zeit das System Ihrem Team spart.
Kann ich meine Excel-Daten übernehmen?
Ja. Kontakte und Firmen aus Excel oder Outlook lassen sich importieren. Wir empfehlen, die Daten vorher zu bereinigen, damit keine Duplikate entstehen.
Ist ein CRM mit dem Schweizer Datenschutzgesetz vereinbar?
Ja, wenn es richtig eingerichtet ist. Klären Sie den Speicherort der Daten, die Zugriffsrechte und die vertraglichen Regelungen mit dem Anbieter.
Brauche ich als kleines KMU überhaupt ein CRM?
Wenn mehr als eine Person mit Kunden zu tun hat oder Offerten regelmässig nachgefasst werden müssen, lohnt sich ein CRM meist schon. Ein schlankes System reicht für den Anfang.
Fazit: Ein CRM lohnt sich, sobald Kundendaten verteilt sind und Wissen an einzelnen Personen hängt. Das beste CRM für KMU ist das, welches Ihre Abläufe vereinfacht und von Ihrem Team gerne genutzt wird. Achten Sie als Schweizer Firma auf Datenschutz nach revDSG, auf Anbindungen an Ihre Software und auf einen Partner, der Sie auch nach dem Start begleitet. Mehr dazu auf unseren Seiten Vertrieb & Kundendaten und Zoho Partner Schweiz.
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